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Tron: Legacy
Verfasst am 13.01.2011 um 12:42 Uhr
Tron: Legacy ist ein 2010 gedrehter Science-Fiction-Film. Er ist die Fortsetzung des 1982 entstandenen Films Tron. Die Regie führte Joseph Kosinski, während der Regisseur des ersten Teils, Steven Lisberger, als Produzent fungierte. Jeff Bridges nahm seine Rolle als Kevin Flynn wieder auf, ebenso erscheint er als Programm „Clu“, das Flynns jüngeres Äußeres bewahrt. Garrett Hedlund spielt Flynns nun erwachsenen Sohn Sam. Zu den weiteren Mitwirkenden gehören Bruce Boxleitner, Olivia Wilde und Beau Garrett. Der Film wird in Disney Digital 3-D und IMAX 3D gezeigt.

Der Film kam am 17. Dezember 2010 in den USA in die Kinos und wird am 27. Januar 2011 in Deutschland anlaufen

Handlung
Sam Flynn (Garrett Hedlund), der technisch begabte, 27 Jahre alte Sohn Kevin Flynns (Jeff Bridges), untersucht das Verschwinden seines Vaters und findet sich selbst in der gleichen Welt von kämpferischen Programmen und Gladiatorenspielen wieder, in der sein Vater 20 Jahre lang gelebt hat. Zusammen mit Quorra, Kevins treuer Vertrauten (Olivia Wilde), nehmen Vater und Sohn eine lebensgefährliche Reise durch ein visuell atemberaubendes Cyber-Universum auf sich, das viel weiter entwickelt und äußerst gefährlich ist, um Clu (Sein Alter Ego) und den infizierten Tron aufzuhalten. Sam, Kevin und Quorra müssen den Diskus vom totgeglaubten Tron wiederbeschaffen, um dieser Welt zu entkommen, denn nur auf dem Diskus von Kevin Flynn ist der Masterkey enthalten, um diese Welt zu verlassen.

Entwicklung
In den späten 1990er Jahren gab es Spekulationen darüber, dass Disney eine Fortsetzung drehen würde, da sich Tron zum Kultfilm entwickelt hatte. Am 29. Juli 1999 berichtete ZDnet News, dass Pixar eine Tron-Fortsetzung bzw. eine Neuverfilmung in Erwägung zöge.[8] Während der darauffolgenden Jahre streuten verschiedene Internetseiten immer wieder Gerüchte, eine Tron-Fortsetzung sei in Arbeit oder werde entwickelt. Alle stellten sich jedoch als falsch heraus.

Am 13. Januar 2005 berichtete Variety, dass Disney Brian Klugman und Lee Sternthal engagiert habe, um eine Fortsetzung für Tron zu schreiben.

Auf der San Diego Comic-Con 2008[5] wurde den Tagungsbesuchern als Überraschung ein Concept Clip (unter dem Titel TR2N und unter Regie von Joseph Kosinski) gezeigt. Darin zu sehen war ein Lichtrennen zwischen zwei Programmen, wobei das blaue Programm von dem gelben verfolgt wurde. Das gelbe Programm, so wird später enthüllt, trägt die gleichen Gesichtszüge wie Kevin Flynn, ebenso wie Flynns früher geschaffenes (und später desintegriertes) Programm Clu. Der Clip zeigte auch Jeff Bridges in seiner Rolle als Kevin Flynn aus dem ersten Film. Während der Concept Clip nicht bestätigte, dass die Tron-Fortsetzung tatsächlich produziert wurde, zeigte er doch, dass Disney Ernst machte.

Am 24. September 2008 präsentierte Disney in einer ganztägigen Präsentation für Unternehmenspartner und Medien im Kodak Theater in Hollywood die kommenden Filme. Einer der angekündigten Filme war TR2N, der mit dem gleichen Clip beworben wurde, der auch schon auf der Comic-Con zu sehen war. Ain't It Cool News schrieb dazu: "Sie zeigten den TRON 2-Trailer, den gleichen, der auf der Comic-Con 2008 gezeigt wurde, optisch aktualisiert, und Dick Cook, Chairman der Walt Disney Studios, sagte: 'Es war natürlich ein Versuch'.

Am 23. Juli 2009 enthüllte Disney auf ihrem Comic-Con 3D-Treffen den derzeitigen Titel. Jeff Bridges erklärte, dass der Titel sich auf das Thema der Geschichte bezieht: "Es ist im Wesentlichen eine Geschichte über die Suche eines Sohnes nach seinem Vater." Es wurde auch ein Trailer gezeigt, der dem auf der Comic-Con 2008 ähnlich, jedoch optisch aktualisiert war. Zu diesem Zeitpunkt war die Produktion des Films gerade abgeschlossen, und ein Jahr Postproduktion stand bevor. Da noch kein Bildmaterial aus der Computerwelt fertiggestellt war, wurden zum ersten Mal Konzeptbilder aus der Produktion gezeigt, darunter der schon aus dem ersten Film bekannte Deaktivierer (Recognizer). Gezeigt wurden auch die Disc-Kämpfe, die aus dem Originalfilm heraus zu einem Turnier mit 16 Spielen weiterentwickelt wurden. Die Arena wird so eingerichtet, dass sich das Spielfeld organisch entwickelt und alle 16 Spiele gleichzeitig stattfinden. Die Boards vereinen sich in Echtzeit, bis die letzten zwei Disc-Kämpfer verbunden sind.

Die Lichtrennen werden ebenfalls zurückkehren, diesmal mit einem neuen Design von Daniel Simon. Auf der Pressekonferenz im Rahmen der Comic-Con 2009 wurde bekanntgegeben, dass es ein neues Fahrzeug namens "Light Runner" als Zweisitzer-Version des bereits bekannten Lichtrenners (light cycle) geben wird. Es soll sehr schnell sein und die einzigartige Fähigkeit haben, aus eigener Kraft außerhalb des Gitternetzes zu fahren. Auch ein Blick auf Kevin Flynns eigenen Renner wird möglich sein, einen "Lichtrenner zweiter Generation", der 1989 von Flynn entworfen wurde und über den "das Gerücht geht, er sei immer noch das schnellste Ding auf dem Netz." Sein Design trägt die Züge beider Filme.

Ein lebensgroßes Modell des Lichtrenners wurde auf einem Stand bei der Fan Expo 2009 im kanadischen Toronto vom 28.-30. August 2009 gezeigt, zusammen mit einer speziellen Präsentation von Produktionsmaterial. Gezeigt wurden neben den bereits von der Comic-Con bekannten Konzeptbildern Testfilme mit Kampfkünstlern, die den Disc-Kämpfen einen athletischeren Stil verleihen. In einer gezeigten Szene des Films betritt Flynns Sohn die jetzt baufällige Arkade, nachdem er eine Nachricht erhalten hat, die von der Nummer des abgeschalteten Telefons in der Arkade stammte. Er spielt an einem TRON-Arcade-Videospielautomaten, entdeckt einen Durchgang in der Mauer hinter dem Spiel und betritt diesen, woraufhin sich der Durchgang hinter ihm schließt.

Film
Die Dreharbeiten begannen in Vancouver im April 2009. Die Studioaufnahmen für den Film fanden im Canadian Motion Picture Park Studio in Burnaby statt. Die Dreharbeiten endeten im Juli 2009.
Der gesamte Film wurde in 3D gedreht, ebenso wie der Concept Clip. Digital Domain arbeitete an den visuellen Effekten. Im April 2009 tauchten im Internet Bilder auf, welche die Schauspieler in blauen, hautengen Anzügen zeigten. Das Design der Anzüge erinnert an die Anzüge, welche die Schauspieler im Originalfilm getragen hatten.

Musik
Die französische Elektroformation Daft Punk hat die Filmmusik komponiert. Das gleichnamige Album mit dem Soundtrack erschien im Dezember 2010 bei Walt Disney Records. Auf die Frage, warum er gerade Daft Punk für die Filmmusik ausgewählt habe, antwortete Kosinski: „Wie könnte man es mit diesen Typen nicht zumindest versuchen?“. Der Titel "Separate Ways" von Journey wird ebenfalls im Film enthalten sein.

Marketing
Am 21. Juli 2009 meldeten mehrere Kino-Websites, dass sie per Post ein Paar Goldmünzen ("Flynn's Arcade") erhalten hätten, zusammen mit einem USB-Stick. Darauf befand sich ein animiertes GIF-Bild, das CSS-Codezeilen zeigte. Vier davon wurden zusammengefügt, und ein Teil des Codes wurde geknackt, die Adresse Flynnlives.com enthüllt,[24] eine fiktionale Seite, betrieben von Aktivisten, die daran glauben, dass Kevin Flynn lebt, auch wenn er seit 1989 vermisst wird. Durch Klicken auf eine kleine Spinne im unteren Bereich der Hauptseite gelangte man zu einer Countdown-Uhr, die bis zum 23. Juli 2009, 9:30 Uhr PDT herunterzählte. In den Nutzungsbedingungen fand sich eine Adresse in San Diego, in der Nähe des Kongresszentrums, wo die Comic-Con 2009 stattfand und wo Material und Informationen über die Fortsetzung veröffentlicht wurden. Flynn's Arcade wurde an diesem Ort wiedereröffnet, ausgestattet mit Arcade-Maschinen von "Space Paranoids" und einer Reihe weiterer Videospiele der 1980er Jahre. Ein lebensgroßer Lichtrenner aus dem neuen Film wurde gezeigt.
Der gleiche Lichtrenner wie in San Diego wurde auch auf der Fan Expo 2009 am 20. August in Toronto gezeigt. Dort waren um den Lichtrenner herum auch Zeichnungen von "Flynn's Arcade" zu sehen, außerdem gab es in der Ausstellung Bildschirme, auf denen der Teaser und "Grafiktests" in einer Endlosschleife zu sehen waren.

Eine zweite virale Website, homeoftron.com, wurde gefunden. Dort finden sich Teile der Geschichte von Flynn's Arcade ebenso wie ein Fan-Gedenkbereich.
März 2010 kam als Vorschau vor der Disney Verfilmung Alice im Wunderland (2010) der Teaser Trailer zu Tron: Legacy.

Auf der Comic-Con 2010 in San Diego wurde ein 7 minütiger Exklusiv Clip gezeigt und der neue Kino Trailer.

Am 28. Oktober 2010 fand weltweit der sogenannte TRON DAY statt. Dabei wurden in ausgewählten Kinos kostenlos 23 Minuten aus dem kommenden Film gezeigt, in Originalsprache (englisch). Es handelte sich dabei um 23 Minuten aus unterschiedlichen Szenen des Films. Zu Beginn war ein Einleitungs- und Hinweistext zu lesen. Das Ende der zuletzt gezeigten Szene geht in einen der aktuell veröffentlichten Tron: Legacy Trailer über. In den Kinos mussten aus Sicherheitsgründen Handys und Kameras ausgeschaltet werden. Ebenfalls wurde der Kinosaal mit Nachtsichtgeräten videoüberwacht.

Kritiken
„Tron: Legacy ist vor allem ein sinnfreies und ästhetisch beeindruckendes Spektakel. Erwartungen an die Handlung sollte man also keine haben. Wie Tron ist auch seine Fortsetzung dramaturgisch äußerst anspruchslos. Als Füllsel zwischen ausgedehnten Verfolgungsjagden mit den Lightcycles, auch hier wieder in sehr schönem Design (Daniel Simon), und Duellen mit den leuchtenden Disken dient eine blutarme Vater-Sohn-Geschichte und ein Konflikt zwischen einem abtrünnigen Programm und seinem Entwickler. Diese Versuche, dem Film Substanz zu verleihen, kann man ebenso wie das mitunter esoterische Geschwafel und die christliche Symbolik getrost vernachlässigen. Stattdessen sollte man sich lieber seine 3-D-Brille aufsetzen und sich an bunten Linien und wummernden Bässen erfreuen.“

– Critic.de

„Fazit:
Tron: Legacy ist Erlebniskino, welches die dünne Story mit visuell herausragenden Bildern kaschiert. Die Verweise auf die Religionen hätte man sich aber getrost sparen können, denn der Film gibt sich damit schlauer, als er eigentlich ist und nimmt sich dadurch auch viel von seinem Spass. Für das Verständnis braucht man Teil eins übrigens nicht gesehen zu haben, doch es gibt einige Details, welche nur den Kennern auffallen werden. Ob sich der Mut von Disney bei diesem Projekt am Ende auszahlt, wird sich zeigen. Klar ist nur, dass Tron: Legacy - rein technisch gesehen - der beste 3D-Realfilm seit Avatar ist.“



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